Das 1-Minuten-Lob – so funktioniert´s

Das 1-Minuten-LobViele Führungskräfte vertun ihre Zeit damit, ihre Mitarbeiter bei schlechten Leistungen oder gar Fehlern zu erwischen. Machen Sie sich ab heute auf die Jagd nach guten Leistungen. Sie werden über das Ergebnis staunen.

Hand aufs Herz: Ganz oft sehen wir eher die negativen Dinge und beißen uns daran fest. Machen Sie mit mir ein Experiment. Heute achten Sie ganz bewußt auf alles, was lobenswert ist.

Erwischen Sie Ihre Mitarbeiter, wenn sie etwas gut machen

Wenn Sie also einen Mitarbeiter bei einer guten Leistung “erwischt” haben, dann verschieben Sie das Lob nicht auf die nächste Besprechung. Loben Sie sofort und konkret. Also beispielsweise: “Herr Müller, ich habe gemerkt, dass Sie gestern länger geblieben sind und die aktuellen Zahlen aufbereitet haben. Diese habe ich heute Morgen gleich in der Vorstandssitzung verwenden können. Dadurch haben wir problemlos das gewünschte Budget durchgesetzt. Vielen Dank dafür…”

“Loben zieht nach oben.”

Eine Minute oder sogar etwas weniger reichen völlig aus. Damit das 1-Minuten-Lob auch richtig wirkt, ein paar Tipps:

  • Sehen Sie Ihren Mitarbeiter direkt an, wenn Sie ihn loben.
  • Sprechen Sie ganz konkret (!) an, was Ihr Mitarbeiter gut gemacht hat.
  • Sprechen Sie mit Begeisterung, zeigen sie sich auch mal emotional. (Das fällt Ihnen vielleicht am Anfang etwas schwer, wenn es ungewohnt ist.)
  • Geben Sie Ihrem Mitarbeiter das Gefühl, dass Sie es ehrlich meinen.
  • Loben Sie Ihren Mitarbeiter ruhig vor anderen. Das Lob dürfen ruhig viele mithören. (Nur wenn Sie kritisieren, sollten Sie das möglichst unter vier Augen machen.)
  • Reichen Sie Ihrem Mitarbeiter die Hand, vielleicht klopfen Sie ihm auch mal auf die Schulter – je nach Situation.
  • Insgesamt sollte beim Mitarbeiter der Eindruck entstehen: “Gut gemacht – weiter so!” So ermutigen Sie ihre Mitarbeiter auch für kommende Aufgaben.

Erwischen Sie sich auch selbst bei guten Leistungen

Sie können unser Experiment auch ausweiten. Erwischen Sie sich auch selbst bei guten Leistungen. Loben Sie sich dann ebenfalls. Loben Sie sich konkret, und sagen Sie zu sich selbst, was genau Sie gut gemacht haben. Das haben Sie sich verdient.

Loben funktioniert auch bestens im Privatleben

Die Regeln des 1-Minuten-Lobs gelten auch im Privatleben. Erwischen Sie Ihre Kinder zur Abwechslung mal bei guten Leistungen und intelligenten Ideen. Loben Sie sie dann konkret und kräftig.

Sie möchten das Thema vertiefen?! Dann haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Es gibt das Buch “Der Minuten Manager” von Kenneth Blanchard/Spencer Johnson. In diesem Büchlein geht es nicht nur um das 1-Minuten-Lob.
  • Sie merken sich den 6. Januar 2015 vor. Dann erscheint hier im Blog ein Beitrag über die 1-Minuten-Kritik. Auch sehr lesenswert, da sehr wirksam.

Viel Erfolg wünsche ich Ihnen bei diesem kleinen Experiment mit dem 1-Minuten-Lob. Vielleicht führen Sie es ja morgen oder sogar auf Dauer weiter.