Der erste Eindruck zählt – auch online

Social RecruitingSo machen Sie Ihre Profile fit für Social Recruiting – Teil 2: Der erste Eindruck ist oft entscheidend. Beim Bewerbungsgespräch achten Sie ja auch auf Ihre Optik. Wenden Sie die gleiche Sorgfalt auf, wenn es um Ihre Profile im Netz geht.

Es ist erstaunlich, wie oft Profile auf Xing oder LinkedIn mit schlechten oder unvorteilhaften Fotos ausgestattet sind. Immerhin ist dieses Foto meist das erste, was ein potenzieller Arbeitgeber von Ihnen sieht. Also Fotos, die Sie mit Hund, Katze, Kind oder einem Glas Rotwein zeigen, sind nicht so gut geeignet. Auf dem Foto sollten Sie gut zu erkennen sein, in die Kamera blicken und insgesamt einen guten Eindruck machen. Ein Schnappschuss beim Italiener oder ein Selfie mit dem Handy wirken selten professionell.

Noch weitaus gefährlicher ist da Facebook. Je nach dem, wie Sie Ihre sog. Privatsphäre eingestellt haben, haben Sie nicht immer die Kontrolle über die Bilder auf Ihrem Profil. Wenn einer Ihrer Kumpels ein lustiges Bild von Ihrer letzten Sauforgie in Ihre Timeline lädt, dann sieht das u. U. auch der potenzielle Arbeitgeber vor dem Bewerbungsgespräch.

Was dürfen andere von Ihnen sehen?

Aber nicht nur verfängliche Privatfotos prägen den ersten Eindruck von Ihnen, sondern auch, was Sie selber posten, verlinken und liken. Überlegen Sie sich: Möchten Sie, dass Ihr zukünftiger Arbeitgeber das sieht?! Wollen Sie, dass Ihre politische Einstellung den ersten Eindruck mitprägt. Kanzlerinnen Bashing findet nicht jeder lustig.

Wenn Ihr Facebook Profil hier Schwächen zeigt, dann können Sie vieles wieder bereinigen. Sorgen Sie für eine vernünftige Einstellung ihrer sog. Privatsphäre bei Facebook, löschen Sie Posts und Links, die nicht vorteilhaft sind und durchforsten Sie die gespeicherten Bilder und Fotos.

Ganz wichtig auch: Deaktivieren Sie die Möglichkeit, Sie auf Fotos zu markieren. Das kann zu einer sehr peinlichen Überraschung werden.

Falls Sie aktiv Twitter nutzen, dann werfen Sie auch einen prüfenden Blick auf Tweets, die schon eine Weile her sind. Hier findet sich oft die eine oder andere faule Rosine.

Meine Empfehlung: Posten und verlinken Sie bei Xing, LinkedIn, Facebook und Twitter hauptsächlich fachliche und neutrale Themen. Lassen Sie dort die Finger von der Politik – mit Ihren Posts verändern Sie ohnehin nichts. Also können Sie es auch gleich lassen und stehen damit nicht plötzlich Ihrem Erfolg im Weg.

Im nächsten Teil dieser Reihe beschäftigen wir uns konkret mit den Inhalten und wie Sie sich zu einer “Marke Ich” aufbauen können. Doch das Thema nehmen wir uns erst im nächsten Jahr vor.

In der nächsten Woche lohnt es sich, trotz Feiertage in diesen Blog zu schauen. Denn schließlich geht es um das Thema Nummer 1 im Job.

Ich wünsche Ihnen wunderschöne Weihnachtstage und einen guten Start in ein sehr erfolgreiches Jahr 2017.

Ihre Dr. Eva Kinast