Konkurrenzkampf mit Ansage?!

Eine Doppelspitze kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem, wenn sich jeder dieses Doppels selbst spitze findet. In der Politik gibt es häufig Doppelspitzen: Die männliche und weibliche Seite oder Realos und Phantasten sollen so hinter einer Fahne marschieren. Dabei ist die Doppelspitze keine Erfindung der Grünen.

Die Doppelspitze gibt es schon seit Jahrtausenden. In der Familie. Vater und Mutter. Perfektioniert und bewährt. Und doch suchen die lieben Kleinen Lücken in dem System und spielen Vater und Mutter gern mal gegeneinander aus. Doch meist sprechen sich die Eltern ab, und so wird zumindest bei den wichtigen Dingen eine gemeinsame Linie gefahren: “Nur eine Süßigkeit am Tag” – heißt es dann.

Machtkampf

Aber auch im Job begegnen uns immer wieder Doppelspitzen. Häufig nach Fusionen gibt es ein Duo an der Spitze, bei dem es oftmals zu einem Machtkampf kommen wird. Frei nach dem Motto: “Es kann nur einen geben.”

Überhaupt sind Doppelspitzen in Unternehmen eine interessante Sache. Die Protagonisten fragen sich natürlich, warum die Verantwortlichen ihnen nicht alleine den Chefposten zugetraut haben. Sie gehen diese die Konstellation ein, um überhaupt erst einmal Chef zu werden. Viele sicher in der Hoffnung, den Mitregenten irgendwann wegzubeißen.

Auf die Mitarbeiter kommt eine spannende und auch oft bewegte Zeit zu. Denn jeder der beiden Chefs will zeigen, dass er (natürlich auch sie) der bessere Chef ist.

Um es ganz offen zu sagen: Gemeinsam regierende Könige gab es eher selten. Häufig dafür den Königsmord, um selbst den Thron zu besteigen.

Und wenn die Doppelspitze erst in den Duellmodus wechselt, haben die Mitarbeiter  ein freies Leben. So wie Kinder: Die können auch ungestört Süßigkeiten essen, wenn die Eltern heftig miteinander beschäftigt sind.