Mit Mathematik und Coaching Probleme sicher lösen

Bewusstsein und CoachingNicht neu, und trotzdem wichtig: Unser Bewusstsein ist begrenzt. Wie dieses  Quadrat. Es repräsentiert unser Bewusstsein. Die grüne Linie begrenzt das Bewusstsein. Die Fläche des Quadrats repräsentiert den Inhalt des Bewusstseins.

Wenn wir ein Problem haben, dann ist ein Teil unseres Bewusstseins mit diesem Problem ausgefüllt. Je intensiver wir uns mit diesem Problem beschäftigen, desto mehr Platz nimmt es in unserem Bewusstsein ein. Sie haben es sicher auch schon erlebt, wenn Sie an nichts anderes denken konnten. Sie wälzten das Problem hin und her – bis Sie (hoffentlich) eine Lösung fanden.

Jedes Problem nimmt einen gewissen Raum in Ihrem Bewusstsein ein, macht sich dort breit. Nehmen wir einmal an, das Problem nimmt 50 Prozent Ihres Bewusstseins ein. Jetzt etwas Mathematik. Wenn Sie Ihr Bewusstsein erweitern, beispielsweise auf das Doppelte. Jetzt nimmt das Problem nur noch 25 Prozent Ihres Bewusstseins ein. Die Erweiterung des Bewusstseins führt dazu, dass die relative Bedeutung des Problems abnimmt. Dadurch wird eine Lösung einfacher möglich.

Beispiel, Führungsalltag: Eine Führungskraft hat ein Problem, einen Konflikt mit dem Kollegen B.. Was macht die Führungskraft, um den Konflikt zu lösen?

  1. Die Führungskraft denkt auf der Heimfahrt intensiv über den Konflikt nach, anstatt etwas Radio zu hören.
  2. Sie setzt sich zu Hause auf´s Sofa und denkt weiter über den Konflikt nach.
  3. Später am Abend in der Kneipe vertraut sich die Führungskraft einem guten Freund an.
  4. Die Führungskraft bestellt noch in der Nacht im Internet ein Buch mit dem Titel „Konflikte konstruktiv lösen“.
  5. Am nächsten Morgen telefoniert die Führungskraft mit der Mutter und erzählt von dem Konflikt mit dem Kollegen.
  6. etc.

Ist der Konflikt jetzt gelöst? Nein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Durch dieses intensive sich Beschäftigen mit dem Thema, nimmt das Problem einen immer größer werdenden Raum im Bewusstsein der Führungskraft ein. Das geht so weit, bis schließlich der zur Verfügung stehende Bewusstseinsraum komplett mit dem Problem ausgefüllt ist. Für etwas anderes steht aktuell kein Platz mehr zur Verfügung und würde das berühmte Fass zum überlaufen bringen. Mit anderen Worten: Ziel nicht erreicht.

Was hilft wirklich? Ein Coaching und etwas Mathematik. Die Lösung: Der Raum, den das Problem im Bewusstsein einnimmt, muss relativ reduziert werden. Der Coach erweitert dazu den Bewusstseinsraum. Vier Metaebenen stehen ihm dafür zur Verfügung:

  1. Kognitiv (Gedanken): das Motivationsbewusstsein
  2. Emotional (Gefühle): das Gefühlsbewusstsein
  3. Sensorisch (Sinne): das Sinnesbewusstsein
  4. Kinetisch (Körper): das Körperbewusstsein

Bewusstseinserweiterung mit Coaching

Aus der Praxis

Das Motivationsbewusstsein erweitert der Coach beispielweise mit folgende Fragen:

  • „Wozu haben Sie diesen Konflikt?“
  • „Was gönnen Sie sich mit diesem Konflikt?“ oder auch
  • „Was müssen Sie nicht tun, solange Sie diesen Konflikt haben?“

Wenn im Coaching alle vier Metaebenen angesprochen werden, erweitert sich das Bewusstsein wie in der Grafik:

Bewusstseinserweiterung nach dem Coaching

Durch das Umsteigen auf eine oder mehrere Metaebenen erweitert sich das Bewusstsein. Die relative Bedeutung des Problems nimmt ab. Denken Sie an das mathematische Beispiel weiter oben. Der Coachee erlebt jetzt eine Öffnung zur Lösung des Problems. Das Problem löst sich.

Und meist das wichtigste: Das Umsteigen auf eine Metaebene unterbricht den zwanghaften Kreislauf der Gedanken um das Problem. Viele Menschen erleben schon das als große Erleichterung.

Diese Vorgehensweise funktioniert bei (fast) allen Problemen:

  • Individuum: Rückenschmerzen – viele Führungskräfte sitzen zu viel am Schreibtisch
  • Team: Ziel- oder persönliche Konflikte zwischen den Teammitgliedern
  • Unternehmen: Strategische Probleme – Wo wollen wir in Zukunft hin?

Probieren Sie es einfach mal aus, und erleben Sie, wie gut dies funktioniert. Rufen Sie mich an, und berichten Sie mir.