Mythos Multitasking

Multitasking ist ein Mythos

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Multitasking ist ein Mythos. Nicht nur bei Männern, sondern auch Frauen kommen bei diesem Thema auf keinen grünen Zweig. Alle Studien weisen hier in die gleiche Richtung.

Musik hören und dabei den eigenen Gedanken nachhängen – das funktioniert leidlich. Schwieriger wird es schon, wenn wir telefonieren und uns gleichzeitig Gesprächsnotizen machen. Schon dabei kommen wir erheblich ins Stocken. Und wenn jetzt noch der Kollege eine Frage stellt, bricht das System schnell zusammen.

Der Grund: Das Gehirn kann nur einen Gedanken zur gleichen Zeit verarbeiten. Wer also telefoniert und sich Notizen macht, macht das nicht wirklich gleichzeitig. Das Gehirn wechselt zwischen den Tätigkeiten einfach nur schnell hin und her.

Nein, Frauen haben keinen Vorteil

Beispiel Mobiltelefon und Auto. Wenn der Fahrer im Auto vor uns das Handy am Ohr hat, erkennen wir das am unsicheren Fahrstil. Und selbst mit Freisprechanlage funktioniert das alles nicht wirklich gut. Eine vielbeachtete Studie zeigte, dass die Leistungsfähigkeit (Fahrsimulator) um 40 Prozent sank. Die Fehlerquote lag auf dem gleichen Niveau wie bei betrunkenen Autofahrern mit 0,8 Promille.

Weitere Untersuchungen zeigen, das gleichzeitige Bearbeiten von zwei Tätigkeiten kann zwar trainiert werden, aber hierbei wird quasi nur das Umschalten zwischen den beiden Tätigkeiten schneller. Ein echtes Multitasking ist das jedoch nicht.

Anstatt einem nicht erreichbaren Multitasking hinterher zu hecheln und ihre Stresswerte zu erhöhen, genießen Sie doch lieber den Augenblick. Zeigen sie wirkliche Präsenz: in Gesprächen, beim Zuhören und bei der Erledigung Ihrer Arbeiten. Wenn sie essen, dann essen sie. Lesen sie nicht gleichzeitig ein Buch und checken dabei auch noch ihre WhatsApp Nachrichten.

Übrigens: Erfolgreiche Menschen zeichnet ihre Präsenz aus. Sie sind nicht nur körperlich da, sondern auch mit ihren Gedanken und ungeteilter Aufmerksamkeit.